Reinigung und Pflege

Damit ein Teppichboden auch über Jahre hinweg gut aussieht, sollten Sie einige Grundregeln bei der Reinigung beachten.

 

Regelmäßig Staubsaugen

Generell sollte zum Staubsaugen ein Bürstsauger oder ein Staubsauger mit Bürstvorsatz benutzt werden. Dies hat den Vorteil, dass durch gleichzeitiges Bürsten und Saugen auch tief sitzender und an den Fasern haftender Schmutz problemlos beseitigt werden kann. Bei grober Schlingenware aus Wolle und langfloorigen Teppichböden ist ein Staubsauger mit glatter Düse empfehlenswert.

 

Tiefenreinigung

Wenn der Teppichboden trotz regelmäßiger Pflege nicht mehr gut aussieht, wird es Zeit für eine so genannte Tiefenreinigung. Diese Aufgabe sollten Sie einem gewerblichen Reinigungsbetrieb überlassen. Der Fachmann weiß genau, welches Verfahren in welchem Fall geeignet ist, um den Teppichboden wieder wie neu erscheinen zu lassen.

 

Pulverreinigung

Bei der Trockenreinigung wird das Reinigungsmittel zunächst aufgestreut und dann mit der Bürste oder einem speziellen Teppichreinigungsgerät in den Bodenbelag hinein gerieben. Nach kurzer Trockenzeit lässt sich das Pulver zusammen mit dem Schmutz absaugen. Der Teppichboden bleibt während der gesamten Reinigungszeit begehbar.

Für die Entfernung von Flecken, die sich mit Wasser nicht beseitigen lassen, gibt es bei uns Teppichshampoos. Sogar fetthaltige Verschmutzungen lassen sich damit spielend entfernen. Wichtig ist bei dieser Reinigungsmethode, dass die angelösten Substanzen zwischendurch immer wieder aufgetupft werden müssen.

Wenn der Fleck nach den ersten drei Behandlungsmethoden noch immer sichtbar ist, hilft meist nur noch Fleckentferner. Der Bodenbelag muss dafür völlig trocken sein, außerdem sollten Sie sich genau an die Gebrauchsanweisung halten. Auf alle Fälle muss das Fleckenmittel vor Gebrauch an einer verdeckten Stelle des Teppichbodens getestet werden, damit Sie sicher sein können, dass sich der Teppichboden nicht verfärbt.

 

Nassreinigung

Die Feuchtreinigung ist eine Möglichkeit, selbst stärkste Verschmutzungen zu beseitigen. Hierbei wird das Reinigungsmittel mit einem speziellen Shampooniergerät, das im Fachhandel erhältlich ist, aufgetragen. Bei der Feuchtreinigung ist zu berücksichtigen, dass der Teppichboden etwa zwölf Stunden nicht begehbar ist. Alle Feuchtreinigungsverfahren setzen voraus, dass der Teppichboden fachgerecht verlegt wurde. Dies gilt besonders für Teppichböden, die ganz oder teilweise aus pflanzlichen Fasern bestehen. Ist dies nicht der Fall, besteht die Gefahr, dass der Teppichboden einläuft oder Falten wirft.

Die Feuchtreinigung auf den Punkt gebracht

 

Folgende Punkte sind bei der Feuchtreinigung unbedingt zu beachten:

  • Der Teppichboden darf niemals zu nass werden.
  • Das Reinigungsmittel sollte nie zu hoch dosiert werden.
  • Reinigungsrückstände müssen gründlich entfernt werden.
  • Der Teppichboden ist erst in trockenem Zustand wieder begehbar.

Wollteppiche


Unter den Naturfaserböden bildet die Gruppe der Wollfaserböden den größten Marktanteil. Bis die aus geschorenen Tierhaaren gewonnenen Fasern die gewünschten Eigenschaften zur Herstellung eines Wollteppichbodens besitzen, durchlaufen diese eine Kette von Behandlungsschritten. In einigen Fällen erhalten Wollteppichböden auch einen Anteil an Kunststofffasern, bzw. Kunststoffzwischenschichten.

 

Kommt ein SBR-Schaumrücken (SBR = Styrol-Butadien-Latex) zum Einsatz, besteht die Möglichkeit, dass ein typischer Kunstharzgeruch von manchen Menschen als störend empfunden wird. Einige Hersteller setzen hier einen unbedenklicheren Juterücken ein. Empfindliche Menschen sollten außerdem prüfen, ob eine Allergieneigung gegen Tierhaare besteht.

Um das Wollmaterial vor Insektenbefall zu schützen, werden oft insektizide Mittel wie Pyrethroide aufgebracht.

Wollteppiche sind wärmedämmend, raumklimaregulierend, haltbar und pflegeleicht. Eine positive Empfehlung unter ökologischen Gesichtspunkten ist dem Wollteppichboden daher zuzusprechen. Der Interessent ist somit gut beraten, bei der Auswahl sein Augenmerk auf einen geprüften Belag zu richten, welcher die geforderten Eigenschaften, die an ein Naturprodukt wie Wollteppiche gestellt werden, auch erreicht.

Qualität - Handwerk

Die Teppichknüpfkunst Tibets hat eine Tradition, welche ca. 900 Jahre zurückreicht. Jeder Teppich entsteht in reiner Handarbeit. Deshalb besitzen sie alle den Charme eines unverwechselbaren Einzelstücks.

Behutsam werden die Wollfäden mit einem "bürstenähnlichen" Werkzeug auseinandergezogen, die einzelnen Fasern in eine Fliessrichtung gekämmt und auf dem Spinnrad zu Faden gesponnen.

In kleinen Mengen wird die Schurwolle nach alten Rezepturen im Kupferkessel aufgekocht und gefärbt. Anschliessend werden die gefärbten Wollmassen zum Trocknen an die Sonne gelegt.

Nach handgezeichneten 1:1-Knüpfvorlagen werden die Muster exakt koloriert. Zugleich wird in anstrengenden Auf-und Ab Bewegungen der Webstuhl mit Baumwollfäden gleichmässig und massgenau bespannt.

Die tibetischen Schlingknoten stellen eine wahre Knüpfkunst dar und beruhen auf alte Traditionen. Die Arbeit am Webstuhl verlangt viel Konzentration und grosse Fingerfertigkeit. Grosse Teppiche werden von mehreren KnüpferInnen gefertigt.

 

Damit die Oberfläche glatt wird, werden die Farben mit grossen Reliefscheren getrennt und die Musterungen betont. Die natürliche Handwäsche und Veredelung verleiht dem wertvollen Stück den letzten Schliff.