Reinigung

Leder ist rohe Tierhaut


Diese enthält Wasser und würde rasch verfaulen. Deshalb wird zuerst die Ober- und Unterhaut entfernt und dann mit Gerbstoff behandelt. Nach dem Gerben wird das Leder gefettet, damit es wasserabweisend und geschmeidiger wird. 

Je nach Beanspruchung kommt es zur Verfärbung (Verschmutzung) und Austrocknung. Da Leder ein sehr empfindliches Material ist, kann man es mit falschen Reinigungsmitteln und Verfahren sehr schnell zerstören - wer kennt nicht trockenes, sprödes, gar gerissenes Leder?

 

Durch unser kompetentes Fachpersonal, das nur hochwertige und umweltfreundliche Lederpflegemittel anwendet, erstrahlen "alte verschlissene" Ledermöbel in einem neuen Glanz. Spröde Leder werden wieder geschmeidig und "kuschelig". Und das Wichtigste: Strukturen und Werte bleiben erhalten. 

Eine Lederpolstertiefenreinigung und -farbauffrischung ist nicht nur eine hygienische Maßnahme, sondern erhält auch die angeschafften Werte länger.

 

Ledergeruch

Jeder hat schon mal den wohltuenden Duft von alten Ledern wahrgenommen, nur findet man heute kaum noch Leder, die diesen schönen Geruch verströmen.

Früher wurden Leder anders gegerbt. Die Pflanzliche Gerbung war die hauptsächliche Gerbart. Die verwendeten Gerb- und Rückfettstoffe gaben dem Leder ein besonderes Odeur. Heute werden die meisten Auto-, Möbel- und Bekleidungsleder chromgegerbt. Das Ergebnis dieser Gerbart ist mehr oder weniger geruchsneutral. Die Leder haben nur noch einen schwachen Eigengeruch. Manche der früher eingesetzten geruchsgebenden Stoffe sind heute sogar verboten. Insbesondere einige Nitro-Moschusverbindungen, die den Geruch von Leder stark prägten. Einige Neuleder von Taschen, Gürteln und Jacken haben einen stark unangenehmen Geruch. Dieser kann auftauchen, wenn minderwertige Fischöle oder andere, schlecht riechende Substanzen im Herstellungsprozess eingesetzt wurden.

Manche Leder nehmen Geruch durch falsche Lagerung an. Meistens handelt es sich um Schimmel oder den typischen "Kellermuff".

 

Für Alle, die geruchsneutrale Leder haben oder wo die alten Leder nicht mehr nach Leder riechen, haben wir einen Ledergeruch von einem Parfumeur kreieren lassen.

Diese Essence wird mit einem Schwämmchen auf das beiliegende, pflanzlich gegerbte Lederstück aufgetragen oder direkt auf ein Leder. Man kann die Essence auch dem Leder Protector beimischen. Verwendet man das beiliegende Lederstück, dann legt man es im verdeckten Bereich ab. Die Geruchsintensität hängt von der aufgetragenen Menge, der Luftzirkulation und der Temperatur ab. Je wärmer, desto stärker entfaltet sich der angenehme Geruch.

Schimmel auf Leder

Manche Leder bekommen einen Belag oder nehmen einen unangenehmen Geruch durch falsche Lagerung an. Meistens handelt es sich um Schimmel. Ob Schimmelbefall noch mit Reinigungs- und Pflegeprodukten allein beseitigt werden kann, oder ob ein Neubezug inklusive Austausch des Polstermaterials notwendig ist, läßt sich pauschal nicht beantworten und ist abhängig von der Dauer, der das Leder den ungünstigen Umgebungsverhältnissen ausgesetzt war. Wenig Schimmel, der nach einigen Monaten auf Oldtimersitzen auftaucht, ist meist mit einfachen Mitteln entfernbar. Garnituren, bei denen sich der Schimmel über mehrere Jahre ausgebreitet hat, sind jedoch nur noch selten erhaltbar. Der Grund liegt nicht nur in der dann meist großflächigen sichtbaren Entstellung des Leders - meist ist nämlich auch der gesamte Innenkern der Polsterung von Schimmelfäden durchzogen. Selbst nach einer intensiven Außenbearbeitung verursacht jede Belastung der Polster, wie das Draufsetzen, die Wirkung eines Blasebalgs: Die Schimmelsporen werden samt unangenehmem Geruch in den Innenraum geblasen. Es ist dann auch keine Lösung, zu versuchen, den Geruch mit anderen Gerüchen zu überlagern. Man erhält dann nur eine Mischung aus dem verwendeten Parfüm und dem Schimmelgeruch. Die Nase ist dann noch irritierter. Derart schwere Fälle lassen sich nur lösen, indem Polsterkern und Leder durch einen Sattler komplett ausgetauscht werden. Der Polsterkern kann in diesem Fall auch nicht befriedigend gewaschen oder wiederverwertet werden, was finanziell ohnehin keinen Vorteil verspräche: Das Leder ist dann bereits abgezogen, und ein neuer Polsterkern treibt die Kosten kaum noch in die Höhe, sondern verbessert den Sitzkomfort sogar meist erheblich.