Sie ist eine der schönsten und anregendsten Maltechniken. Die Wischtechnik ist sehr verbreitet im Mittelmeerraum, aber auch in unseren Breiten war sie schon vor langen Jahren bekannt. Im Gegensatz zur Schwamm- und Wickeltechnik sollen mit der Wischtechnik weiche, organische Oberflächen geschaffen werden - eine harmonische, dreidimensionale Farbkomposition mit sanften Hell-Dunkel-Schattierungen. Durch den beliebten Landhausstil sind antikisierte, künstlich gealterte Oberflächen sehr aktuell geworden. Abgewitterte, sonnengebleichte Hauswände mediterraner Länder sind die Vorbilder für diese Technik. Um die Wirkung möglichst exakt wiederzugeben, sollten natürliche, erdige Töne oder zumindest gedeckte, aufgehellte Farbtöne - wie ein verwaschenes Blau oder Grün - gewählt werden. Um die gewünschte Oberfläche zu erzielen, das heißt verwaschene, weiche Übergänge von ähnlichen Farbtönen, durchscheinende und übereinander liegende Farbschichten oder raue, abgeblätterte und rissige Flächen, ist je nach vorhandenem Untergrund die Verwendung von unterschiedlichstem Material und Werkzeug möglich. Die Untergründe können Raufasertapeten oder Glasgewebe, normale Putze oder überstrichene alte, waschbeständige Dispersionsanstriche sein.
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