 |
|
Die Ursprünge der zur Zeit so beliebten Spachteltechnik lassen sich bis weit in die Antike zurückverfolgen.
Bei der Freilegung der römischen Städte Pompeji und Herculaneum, die um das Jahr 79 n . Chr. bei einem Ausbruch des Vesuvs verschüttet wurden, entdeckte man kostbare geglättete Flächen. Sie entstanden in einer Arbeitsweise, die später als Stucco-lustro-Technik bekannt wurde.
Der Begriff >>Stucco lustro<< stammt aus dem italienischen und bedeutet wörtlich übersetzt >>blanker Stuck<<. Er umschreibt ein besonderes Freskoverfahren, bei dem die Malerei durch Polieren mit einem heißen Glätteisen auf Hochglanz gebracht wird. Da dieses traditionelle Verfahren sehr aufwendig ist, wurde es durch die viel rationellere Glättspachteltechnik fast völlig verdrängt. |
Spachtel-Effekt-Technik
Die Spachtel-Effekt-Technik verlangt im Gegensatz zur Glätte-Spachtel-Technik nicht eine vollkommen ebenen Grundspachtelung, sondern einen einfachen, ebenen Untergrund. Die Spachtel-Effekt-Technik wird nicht mit dem Spachtel, sondern mit dem Schwamm und Pinsel ausgeführt.
Das schöne an dieser Technik ist, dass Sie sehr wohnlich und weniger akzentreich als die reine Spachtel-Technik ist, die ja eher für repräsentative Bereiche oder für Flure, Badezimmer und Hightech Räume eingesetzt wird. |
|
 |
 |
|
Spachtel-Dekor-Technik
Diese Technik erfolgt auf normalen Untergrund. Er muss tragfähig, trocken und frei von losen Teilen und Staub, sowie von Öl und Fett sein. Lacke und glänzende Oberflächen sind anzurauen. Alle nicht tragfähigen Beschichtungen müssen mit Abbreizer entfernt werden. Danach ist die Wand nachzuwaschen und anschließend mit Acryl-Tiefengrund zu präparieren.
Die Spachtel-Dekor-Technik ist sehr anwendungsfreundlich. Insbesondere bei späterer Renovierung ist sie wie eine schwere Tapete mittels Nadelwalze, Dampfgerät und Spachtel wieder entfernbar. Deshalb ist sie auch ideal für Mietwohnungen oder junge Haushalte, die häufig Farbwechsel möchten. |
|
|
|