Das Schablonieren ist eine alte Kunst, die eine Vervielfältigung von Mustern mit Hilfe einer Schablone (im Englischen stencil genannt) gestaltet. Man kann damit ganz verschiedene Untergründe von Wandflächen und Holz bis zu Papier über Stoff verzieren.
Es wurden Schablonierarbeiten in China aus der Zeit um 3000 v. Chr. auf Papier und Seide gefunden. Häufig kann man noch in englischen Kirchen des 13.-14. Jahrhunderts Wanddekorationen dieser Technik sehen. Im England der Tudorzeit wurden Schablonen vielfach auf glatten, unverkleideten weißen Wänden angewendet.
Als Ende des 17. Jahrhunderts aus China die ersten Papiertapeten nach Europa gelangten, erfreute sich diese Art der Wanddekoration rasch großer Beliebtheit, während das Schablonieren etwas ins Hintertreffen geriet. Man wendete diese Technik nur noch in Gegenden an, wo Tapeten nicht zu bekommen oder sehr teuer waren, so zum Beispiel in Amerika. Dies ist einer der Gründe, warum man Schablonierarbeiten automatisch mit den frühen amerikanischen Siedlern in Verbindung bringt, die diese Kunst aus Europa mit in die neue Welt brachten. Die Muster nahmen jeweils auf die in einer bestimmten Zeit an einem bestimmten Ort gängigsten Motive Bezug. |
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In Holland bevorzugte man ortstypische Themen wie Tulpen, Blätter und Herzen, während die Amerikaner sich indianischer Motive bedienten. In Europa griff man auf Muster aus Viktorianischer Zeit oder dem Zweiten Kaiserreich zurück (Blumen- und Früchtegirlanden). In Jugendstil und Art Déco waren Stempel- und Schabloniertechnik sehr beliebt und wurden dem Zeitgeschmack angepasst.
Die einfache Ausführung und die enorme Vielseitigkeit tragen zu Verbreitung der Schabloniertechnik bei. Heute ist sie eines der beliebtesten und dekorativsten Verfahren.
Die Schablone enthält das ausgeschnittene Motiv. Sie kann aus Pappe, Metall oder anderen Materialien hergestellt sein, beispielsweise Acetatfolie oder Manilapappe. Die Farbe wird auf die Schablone „getupft“ und wird dann durch die Aussparung auf die Oberfläche übertragen. |
| Dabei gibt es zwei wesentliche Unterschiede: |
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1. das Aufbringen einer helleren Motivfarbe auf dunkel vorgestrichener Fläche
2. die umgekehrte Darstellung, nämlich eine dunkel Schablonenfarbe auf hellerem Grund |
Im zweiten Fall werden die Motive vordergründiger erscheinen (dunkel auf hell)
und im ersten treten sie ziemlich in den Hintergrund (hell auf dunkel). |
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