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Laminatböden sind eine „Mischung“ aus Kunststoffboden, Pressspan-Platte und Fertigparkett:
Das Hauptmaterial ist eine MDF-Platte, also eine Art Pressspan. Daher ist zwangsläufig Formaldehyd enthalten, dieses wird aber normalerweise nicht abgegeben, da die Platte „eingepackt“ ist. Die Platten sind mit Nut und Feder versehen, das Verlegen entspricht dem Vorgang beim Fertigparkett. Die Oberfläche ist mit einer kunststoffartigen Schicht versiegelt.
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Laminatböden bestehen aus folgendem Schichtaufbau (von oben nach unten):
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Verschleiß- und Dekorschicht aus Melaminharz (durchsichtig, Durchmesser < 1 mm). Melamin ist ein Kunststoff, der Aldehyde oder Ketone enthält. Diese Stoffe sind chemisch fest eingebaut, können aber in der Anfangszeit und unter Feuchtigkeitseinwirkung geringfügig abgegeben werden. |
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Papier, dekorativ bedruckt (Stein-, Marmor- oder Holzimitat) |
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Trägerplatte aus MDF (Pressspan), etwa 6 mm |
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Gegenzugsschicht (Feuchteschutz von unten, wiederum Melaminharz). |
Vorteile von Laminatböden sind:
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Der vergleichsweise niedrige Preis gegenüber Fertigparkett. Dem steht allerdings eine verkürzte Lebensdauer gegenüber. |
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die Härte, die den Boden recht dauerhaft macht |
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die Wisch- und Fegbarkeit, ein Vorteil für Allergiker |
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die geringe Aufbauhöhe; oft kann sogar der alte Boden im Raum verbleiben |
Eigenschaften: leicht zu verlegen, strapazierfähig durch abriebfeste Oberfläche, lichtechte Dekorfläche mit Holzmaserung, Steinmaserung etc., chemikalienbeständig, kratzfest, schalldämmend und wärmeisolierend. Die sonst für Holz typischen Arbeiten, wie Polieren, Lackieren, Abschleifen und Versiegeln, sind bei Laminatböden nicht erforderlich. Die normale Reinigung erfolgt trocken, z.B. mit dem Staubsauger und von Zeit zu Zeit feucht. Einsatz: Wohn- und Objektbereich. Von dem Einsatz in Räumen mit extremer Nutzbelastung oder starker Feuchtigkeit wird jedoch abgeraten. Dazu gehören: Waschraum, Badezimmer, WC, Sauna oder Schwimmbad, auch Außenanlagen wie Terrassen. Ständige Feuchtigkeit kann den Holzwerkstoff der Trägerplatte mit der Zeit aufquellen und verformen --> Superflooring.
Das zuständige Technische Komitee des Europäischen Normungs-Institutes (CEN) hat folgende Definition für die sogen. aminoplastischen wärmegehärteten harten Bodenbeläge (Laminiertfußboden) festgelegt: «Ein harter Fußbodenbelag mit einer Oberschicht aus einer oder mehreren dünnen Schichten aus einem Fasermaterial (hauptsächlich Papier), imprägniert mit aminoplastischen wärmegehärteten Harzen (hauptsächlich Melaminharz). Diese Schichten werden entweder als solche verpresst (HPL, CPL, Kompakt) und im Falle von HPL oder CPL auf einen Träger verklebt (hauptsächlich Holzwerkstoffplatten). Das Produkt wird üblicherweise mit einem Gegenzug hergestellt (z.B. HPL, CPL, imprägnierte Papiere, Furniere).» Ein Normentwurf wurde im Nov. 1997 verabschiedet und im Frühjahr 1998 veröffentlicht.
Zu beachten ist:
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Laminat mag keine Feuchtigkeit. Sie kann durch die Kanten in die Trägerschicht eindringen und diese aufquellen lassen. Also: Kehren und Staubsaugen müssen im Normalfall ausreichen, nass wischen nur in Ausnahmefällen und mit "nebelfeuchtem" Lappen. |
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Bei oberflächlichen Schäden ist abschleifen nicht möglich. Laminatböden sind leider empfindlich gegen Schlageinwirkung und schleifende Beanspruchung, das heißt, auch die Straßenschuhe werden eines Tages ihre Spuren hinterlassen. Kleine Schäden werden mit Reparaturpasten unsichtbar gemacht. |
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verkürze Lebensdauer gegenüber Vollholz und Fertigparkett Erhöhung des Raumluft-Formaldehydgehaltes ist möglich, vor allem beim nassen Wischen. |
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Bei der Auswahl ist zu beachten:
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Überlegen Sie vorab, wie stark Ihr neuer Laminatboden voraussichtlich beansprucht wird. So kann es zum Beispiel in einem Haushalt mit Kindern durchaus sinnvoll sein, für ein Wohnzimmer mit Gartenzugang Laminat der Klasse 23 für starke Beanspruchung zu wählen. |
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Auf der Verpackung sollten die folgenden Angaben stehen: die Nummer der Euronorm, eines der Klassifizierungs-Piktogramme, der Name des Herstellers oder Lieferanten, der Produktname, Farbe, Dekor und Chargennummer, die Element-Abmessungen, die Anzahl der Elemente je Verpackungseinheit und die Gesamtfläche je Verpackungseinheit in Quadratmetern. |
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Verlegte Ware ist von Reklamationen ausgeschlossen. Überprüfen Sie darum möglichst an Ort und Stelle die Passgenauigkeit der Ware. Stecken Sie dazu drei oder vier Elemente zusammen. Sie müssen gerade sein und an den Verbindungen exakt oberflächenbündig abschließen. |
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Informieren Sie sich über eventuelle Garantiebedingungen. Gibt es Vorgaben bezüglich der Verwendung von Systemkomponenten? Worauf bezieht sich die Garantie? Entfällt sie, wenn Sie das Laminat selbst verlegen? |
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Verlegung: Bei »schwimmender« Verlegung werden die Fußbodenelemente nicht auf Estrich oder Unterboden geklebt, genagelt oder auf andere Weise befestigt. Die Elemente sind mit Nut und Feder ausgestattet, die einfach miteinander verleimt und zusammengefügt werden und so eine feste Fläche ergeben. Die Art und Weise des Leimauftrags ist der Empfehlung des Herstellers zu entnehmen. Der Untergrund muss fest, eben, glatt, trocken und sauber sein. Für die Beseitigung von Unebenheiten im Estrich gibt es eine Bodenspachtelmasse. Durch spezielle Unterlagen, wie Polyethylen-Schaumfolie, Rippenpappe, Schaumfilz oder Kork lässt sich die Wärme- und Schalldämmung erhöhen. Mit einer Folie darunter ist der Laminatfußboden vor Feuchtigkeit aus dem Untergrund geschützt. Geeignet ist Laminatfußboden auch für die Verlegung auf Untergründen mit Warmwasser-Fußbodenheizung, sofern er nach Herstellerangabe und Verlegehinweisen dafür vorgesehen ist. Bei einer Renovierung kommt dem Laminatfußboden zugute, dass er sich auch auf vorhandene Böden, wie PVC-Belag, Linoleum, Nadelfilz oder Dielenfußböden (mit einer Trennlage dazwischen) verlegen lässt. Es kann Gründe geben, vorher alte, unhygienische Bodenbeläge zu entfernen.
Laminatfußbodenbelag Darstellung 1 = Overlay, als Schutzfilm mit Harz- Spezialbeschichtung 2 = Imprägnierung von Nut und Feder schützt das Paneel vor eindringender Feuchtigkeit 3 = Spezielle hochverdichtete HDF-Trägerplatte in geprüfter E1-Qualität 4 = Gegenzug (Rückseite mit Spezialbeharzung) zur Feuchtigkeitsabsperrung und Formstabilität. 5 = Zusätzlicher Film zur Stabilisierung der Oberfläche und der Kanten, 6 = UV-beständiger beharzter Dekorfilm als naturgetreue Struktur von Holz oder Stein.

Bildnachweis: WITEX AG, Augustdorf |
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